Rhodos hat viele berühmte Orte: die Altstadt von Rhodos, Lindos, Faliraki oder die Anthony Quinn Bay. Schön sind sie alle – echte Geheimtipps sind sie aber längst nicht mehr. Wenn du auf Rhodos etwas Ruhigeres suchst, lohnt es sich, bekannte Orte zur richtigen Tageszeit zu besuchen oder gezielt in kleinere Buchten, Dörfer und Naturorte auszuweichen.
In diesem Artikel geht es deshalb nicht um eine weitere Liste der größten Sehenswürdigkeiten. Ich zeige dir Orte, die sich entspannter anfühlen, und bekannte Highlights, die mit dem richtigen Timing deutlich angenehmer werden. Gerade im Hochsommer entscheiden Uhrzeit, Parkplatz, Schatten und Anfahrt oft darüber, ob ein Ort schön oder stressig wird.
Der Artikel zeigt dir ausgewählte Rhodos-Insider-Tipps – von weniger bekannten Stränden über authentische Tavernen bis zu ruhigen Wanderwegen und Fotospots, die deinen Inselurlaub noch abwechslungsreicher machen.

Was ist auf Rhodos wirklich ein Geheimtipp?
Rhodos Altstadt, Lindos, Faliraki und Anthony Quinn Bay lohnen sich weiterhin – echte Geheimtipps sind sie aber nicht mehr. Hier entscheidet vor allem gutes Timing.
Seven Springs, Apolakkia Bay, der Kritika-Küstenweg, kleine Buchten im Süden und manche Dörfer abseits der Ostküste fühlen sich deutlich entspannter an.
Plane berühmte Orte früh morgens oder abends. Die heißen Mittagsstunden eignen sich besser für Schatten, Pause oder kleinere Ausflüge ins Inselinnere.
Rhodos Geheimtipps und bekannte Orte richtig einordnen
| Ort | Ist das wirklich geheim? | Warum trotzdem hin? | Beste Zeit | Mögliche Enttäuschung |
|---|---|---|---|---|
| Rhodos Altstadt | Nein, sehr bekannt | Burggraben, Seitengassen und Abendstimmung sind trotzdem stark. | Früh morgens oder nach Sonnenuntergang. | Tagsüber voll: heiß und in den Hauptgassen sehr touristisch. |
| Lindos | Nein, Inselklassiker | Weißes Dorf, Akropolis, Ausblick und schöne Badebuchten. | Sehr früh oder später Nachmittag. | Mittags oft schwierig: extrem heiß und voll. |
| Anthony Quinn Bay | Nein, Fotospot | Klares Wasser, Felsen und gute Bedingungen zum Schnorcheln. | Früh morgens. | Wenig Platz: steiniger Einstieg und schnell überfüllt. |
| Seven Springs | Eher ja | Schatten, Wasserläufe, kurzer Spaziergang und der bekannte Tunnel. | Mittags als kühler Ausgleich. | Nicht als großen Tagesausflug erwarten. |
| Apolakkia Bay / Fourni | Ja, ruhiger Süden | Weite, Natur, Sonnenuntergang und deutlich weniger Betrieb. | Später Nachmittag. | Mehr Fahrzeit: weniger Infrastruktur vor Ort. |
| Kallithea Springs | Nicht geheim, aber besonders | Architektur, Badebucht, Fotomotive und Café in schöner Kulisse. | Morgens oder später Nachmittag. | Eintritt, Liegenpreise und beliebte Fotospots. |
Rhodos Altstadt: kein Geheimtipp – aber der Burggraben ist die bessere Idee

Die Altstadt von Rhodos ist kein versteckter Ort. Sie ist UNESCO-Welterbe und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Trotzdem kannst du sie deutlich angenehmer erleben, wenn du nicht nur der Ritterstraße und den vollen Einkaufsachsen folgst.
Mein Tipp: Geh früh durch die Gassen und später durch den Burggraben. Der Festungsgraben rund um die Stadtmauer ist viel ruhiger als die Hauptgassen, bietet stellenweise Schatten und gibt dir ein besseres Gefühl für die Größe der Stadtmauer. Gerade wenn es oben in der Altstadt voll und heiß wird, ist dieser Weg die angenehmere Alternative.
Praktisch für Rhodos Altstadt
- Beste Zeit: früh morgens oder abends.
- Nicht ideal: mittags im Hochsommer.
- Gut für: Geschichte, Fotos, Abendspaziergang und Essen gehen.
- Mögliche Enttäuschung: Die Hauptgassen können sehr touristisch wirken.
Auch interessant:
Wenn du nach Rhodos noch mehr von Griechenland sehen möchtest, passt der
Kanal von Korinth gut als nächster Reisetipp dazu.
Gut zu wissen:
Wenn du durch die Altstadt schlenderst, lohnt sich vorher ein kurzer Blick auf den UNESCO-Eintrag zur mittelalterlichen Stadt. Dann versteht man besser, warum die alten Mauern, Gassen und Rittergebäude so besonders sind.
Lindos: wunderschön, aber nur mit gutem Timing entspannt

Lindos gehört zu den Orten, die du auf Rhodos wahrscheinlich sehen möchtest – auch wenn es kein Geheimtipp ist. Die weißen Häuser, die engen Gassen, die Akropolis und die Badebuchten darunter sind eindrucksvoll. Das Problem ist nicht der Ort selbst, sondern meistens die Uhrzeit.
Im Sommer würde ich Lindos nicht erst gemütlich gegen Mittag besuchen. Es wird heiß, die Gassen füllen sich und der Aufstieg zur Akropolis zieht sich stärker, als es auf Fotos wirkt. Besser ist ein früher Besuch mit Wasser, festen Schuhen und einem klaren Plan: entweder Akropolis und Dorf oder Strand und Bucht – aber nicht alles hektisch in zwei Stunden.
Für wen lohnt sich Lindos?
Lindos lohnt sich, wenn du Geschichte, Ausblick und Badebuchten verbinden möchtest. Wenn du Ruhe suchst, komm sehr früh oder bleib bis zum Abend. Wer mittags in der Hauptsaison ankommt, erlebt eher Hitze, volle Gassen und überlaufene Aussichtspunkte.
Anthony Quinn Bay: schön, aber längst kein Geheimtipp mehr

Die Anthony Quinn Bay gehört zu den schönsten Buchten auf Rhodos – aber auch zu den bekanntesten. Das Wasser ist klar, die Felsen machen die Bucht fotogen und zum Schnorcheln ist sie deutlich spannender als viele lange Sandstrände. Genau deshalb wird es dort schnell voll.
Ich würde die Bucht nicht als entspannten Tagesstrand einplanen. Besser ist: früh hinfahren, kurz schwimmen oder schnorcheln, Badeschuhe tragen und danach weiterziehen. Wenn es dir zu voll ist, kannst du die nahe Ladiko-Bucht als ruhigere Ausweichidee prüfen.
Vor Anthony Quinn Bay wissen
- Badeschuhe: sinnvoll wegen Felsen und steinigem Einstieg.
- Schnorcheln: gut, weil die Bucht felsig und das Wasser klar ist.
- Parken: früh kommen, sonst wird es schnell stressig.
- Nicht ideal für: kleine Kinder, die viel Sand und Platz brauchen.
Seven Springs: kühle Pause im Inselinneren
Seven Springs ist kein spektakulärer Strandtag, sondern eher ein angenehmer Gegenpol zur heißen Küste. Der Ort liegt schattiger, grüner und ruhiger als viele Badeorte. Du gehst zwischen Bäumen, Wasserläufen und kleinen Pfaden, hörst Wasser statt Strandmusik und kannst den kurzen Tunnel als kleines Abenteuer mitnehmen.
Erwarte aber keinen riesigen Naturpark. Seven Springs lohnt sich eher als kurzer bis halber Ausflug – besonders, wenn du ohnehin mit dem Mietwagen unterwegs bist oder eine Pause von Strand, Hitze und Sonne brauchst.
Für wen lohnt sich Seven Springs?
Seven Springs passt gut für Familien, Schatten, kurze Spaziergänge und eine ruhigere Pause im Inselinneren. Nicht ideal ist der Ort, wenn du einen großen Wander- oder Badetag erwartest.
Apolakkia Bay und Fourni: ruhiger Süden statt voller Ostküste
Wenn du wirklich weg von den bekannten Rhodos-Spots möchtest, lohnt sich der Blick in den Süden und Südwesten. Rund um Apolakkia und Fourni wird die Insel leerer, rauer und weniger auf klassische Pauschalurlauber zugeschnitten. Genau deshalb fühlt sich die Gegend deutlich mehr nach Entdeckung an.
Der Nachteil: Du brauchst mehr Zeit, am besten einen Mietwagen, und solltest nicht überall volle Infrastruktur erwarten. Dafür bekommst du mehr Weite, weniger Liegenreihen und besonders am späten Nachmittag schönes Licht.
Praktisch für Apolakkia und Fourni
- Beste Zeit: später Nachmittag bis Sonnenuntergang.
- Gut für: Ruhe, Natur, Fotos und kleine Roadtrips.
- Mit Kindern: nur planen, wenn ihr mit wenig Infrastruktur gut klarkommt.
- Nicht vergessen: Wasser, Snacks, Sonnenschutz und genug Sprit im Tank.
Kallithea Springs: kein Geheimtipp, aber ein schöner Halbtagesstopp

Kallithea Springs ist nicht versteckt, fühlt sich aber anders an als ein normaler Strand. Du bekommst hier Architektur, eine kleine Badebucht, schöne Fotomotive, ein Café und kurze Wege. Der Ort eignet sich gut, wenn du baden möchtest, aber nicht einfach nur an einem langen Sandstrand liegen willst.
Wichtig ist: Kallithea ist organisiert und kostet Eintritt. Im Sommer kann es voll werden, und Liegen können teuer sein. Ich würde eher morgens oder später am Nachmittag kommen und den Ort als Halbtagesstopp sehen – nicht als einsamen Geheimstrand.
Kurz zum Reisebudget: Klimaresilienz-Abgabe
Die griechische Klimaresilienz-Abgabe ist kein Rhodos-Geheimtipp, aber wichtig für deine Reisekosten. Sie wird pro Zimmer beziehungsweise Unterkunft und Nacht berechnet und richtet sich nach Saison und Unterkunftskategorie. In 5-Sterne-Hotels können in der Hauptsaison bis zu 15 € pro Zimmer und Nacht anfallen.








